3 Fragen an … Godelef Kühl, godesys AG
24. April 2018 | 3 Fragen an ..., Retail Technology

„Um kanalübergreifende Vertriebs- und Marketingaktivitäten zu realisieren, benötigen Retailer eine zentrale Plattform, die sie unterstützt, Kunden- und Produktprozesse zu managen.“ Was Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der godesys AG, noch mehr über die Customer Experience zu sagen hat, erfahren Sie im Interview.

Herr Kühl, welche Schritte sind technikseitig nötig, um Kunden eine nahtlose Customer Experience zu ermöglichen?

Im Vorfeld gilt es zu prüfen, wie Prozesse angeglichen und der Informationsaustausch unterstützt werden können. Indem Unternehmen einzelne Prozesse in flexible Schritte und Regeln überführen, können sie Frontend-, Business- und Backend-Systeme besser miteinander vernetzen. Außerdem sind eine Entkopplung von Prozesslogistik und Benutzeroberfläche erforderlich sowie ein systemweit definiertes Tracking der Prozessschritte, um Kanalwechsel funktional darstellen zu können.

Wie trägt das ERP zur nahtlosen Customer Experience bei?

Viele Unternehmen setzen eine Einzelhandelssoftware plus zusätzlicher Kassensoftware ein. Das macht im Seamless Commerce keinen Sinn. Alle Kanäle sollten in einer Plattform zusammengeführt und in Echtzeit synchronisiert werden. Im Idealfall organisiert und verwaltet das ERP nicht nur Lager- und Warenwirtschaft, sondern unterstützt Händler, Verkaufschancen zu erhöhen, den Vertrieb zu optimieren und Services auf ein neues Niveau zu heben. Hinzu kommt eine Anbindung an das Kassensystem. Je mehr Transaktionen Händler haben, umso interessanter ist es, einen Prozess zu automatisieren: Dies spart Aufwand, Zeit und Kosten, zentraler Geschäftstreiber und ERP-Vorteil. Jeder Input ins System ist in der digitalen Distributionskette nur mithilfe eines ERP steuerbar. Das ERP bettet die gesammelten Daten in einen wirtschaftlichen Hintergrund ein und unterstützt die Entscheidungsfindung für die nahtlose Kundenerfahrung.

Welche Eindrücke haben Sie von der EuroCIS 2018 mitgebracht?

Im Fokus der diesjährigen EuroCIS stand ganz klar die Digitalisierung der Textil- und Lebensmittelbranche. Egal ob elektronische Preisauszeichnung, virtuelle Umkleidekabinen oder Mobile Payment-Lösungen: Kunden werden künftig immer interaktiver einkaufen. Hier sind flexible ERP-Systeme gefragt, die ein effizientes Warenmanagement und vernetzten Multichannel-Vertrieb ermöglichen.

Interview: Natascha Mörs; EuroShop.mag

Tags: ERP, Marketing, Omnichannel, Plattform, Prozessmanagement

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