3 Fragen an … David Suermann, klardenker
25. Juli 2018 | 3 Fragen an ..., Expo & Event Marketing, Interview

„Jeder muss Spaß daran haben, die Prozesse und Ressourcen bestmöglich einzusetzen“, erklärt David Suermann, Gründer des Star-Ups klardenker GmbH in Köln. Sein Ziel ist es, ein Umdenken in der Event- und Messebranche zu schaffen und somit nachhaltiger zu werden.

Herr Suermann, in Kürze: An welchen Strippen kann ich in der Messe- und Eventbranche ziehen, um nachhaltig zu agieren?

Eine langfristige Planung ist dabei besonders wichtig. Dabei sollten alle Aktivitäten zur gleichen Zeit betrachtet werden. Häufig gibt es Bauteile, welche sowohl auf einem Event als auch der Messe angewendet werden können. Zusätzlich können über digitale Inhalte viele Themen ohne großen Materialaufwand sehr gut vervielfältigt, aber auch präsentiert werden. Ebenso ist das Weglassen von vielem Gelernten und auch der Einsatz von anderen Materialien und Systemen schnell ein Thema für Nachhaltigkeit. Kurzum, weniger kann häufig mehr sein. Eventuell muss man ein paar Kompromisse in Kauf nehmen und sich auch mal wagen etwas zu hinterfragen und anders zu machen, aber das Ergebnis überzeugt am Schluss.

Wie kann digitales Live-Marketing die Nachhaltigkeit unterstützen?

Die richtige Auswahl der Stromverbraucher mit maximal reduziertem Stromverbrauch und auch der richtigen Stromauswahl muss hierbei berücksichtigt werden. Sofern die Digitalisierung zu einer Reduktion von Material- und Ressourceneinsatz führt, stellt sie einen guten Trend zur Nachhaltigkeit dar. Hier gibt es teilweise leider auch andere Beispiele, die den gleichen baulichen Aufwand betreiben wie bei konventioneller Umsetzung und zusätzlich die digitalen Aspekte noch mit einbringen. Ab dem Moment ist es zumindest unter dem Nachhaltigkeitsaspekt nicht mehr als Vorteil zu werten. Bei konsequentem Einsatz digitaler Technik ist diese meist vielfach einsetzbar und dadurch langfristig ressourcenschonender.

Auf einer riesigen Messe wie unserer EuroShop geben sich Messe- und Ladenbauer, Architekten und Designer die Klinke in die Hand. Was raten Sie diesen Fachleuten, künftig in ihre Planungen mit einzubeziehen?

Die richtige Wahl der Bauteile ist einer der vielen Ansätze ­– wie kann man diese gestalten und konstruieren, aus welchem Material werden sie hergestellt, damit sie nicht nach jedem Einsatz überarbeitet und gegebenenfalls neu lackiert oder sogar neu produziert werden müssen. Die Materialwahl und ein veränderter optischer Eindruck können hier schon einen deutlichen Teil des Aufwandes kompensieren. Die Entwicklung einer anderen Logistik ist ebenfalls ein wichtiger Part einer nachhaltigen Projektumsetzung. Bauteile kommen nicht zum einmaligen Einsatz auf Paletten in Folie verpackt, sondern in Transportkisten geschützt, um mehrfach einsetzbar zu sein. Ein Umdenken aller an einem Projekt Beteiligten muss hier stattfinden.

Tags: Digital Signage, Energieeffizienz, Events, Nachhaltigkeit, Planung

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