Zwei Drittel der Konsumenten bevorzugen stationären Handel
21. September 2018 | News, Retail Marketing, Shopping Today

Kostet ein Produkt online und im stationären Geschäft gleich viel, bevorzugen 66 Prozent der Konsumenten das reale Einkaufserlebnis.

Nur 34 Prozent würden bei gleichen Preisen online shoppen. Bei den unter-29-jährigen ÖsterreicherInnen erhöht sich dieser Anteil auf 48 Prozent.

Als besonders störend empfinden es die Online-Shopper, wenn beim Einkauf auf internationalen Shopping-Plattformen keine Zustellung nach Österreich angeboten wird (31 Prozent). Auch Fake-Bewertungen anderer KundInnen (13 Prozent) sowie irreführende Produktfotos und -beschreibungen (12 Prozent) kommen beim Konsumenten gar nicht gut an.

Grafik zum ConsumerCheck; copyright: Handelsverband Österreich

© Handelsverband Österreich

Preis-/Leistungsverhältnis, Umtausch und Verfügbarkeit

Um Kunden auf der Fläche zu begeistern, muss der stationäre Händler neben einem guten Preis-Leistungsverhältnis (92,7 Prozent) vor allem mit einfachen Umtauschmöglichkeiten und einer sofortigen Verfügbarkeit der Produkte (je 90,9 Prozent) überzeugen. Auch das Personal (89,7 Prozent) und die Lage (88,7 Prozent) sind nach wie vor entscheidende Erfolgsfaktoren.

„Der stationäre Handel bleibt auch in Zeiten des E-Commerce bei zwei Drittel der ÖsterreicherInnen die Nummer 1. Wir sehen allerdings, dass beide Welten – offline und online – immer stärker verschmelzen. Die Digitalisierung der Fläche schreitet also munter voran, weshalb die konsequente Umsetzung einer Omnichannel-Strategie für den heimischen Handel erfolgsentscheidend ist“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Das sind die Top 5 Einkaufsorte von Herr und Frau Österreicher:

  • Shopping-Center (36 Prozent)
  • Online-Shops (32 Prozent)
  • Einkaufsstraßen (15 Prozent)
  • Geschäfte, die nicht direkt auf einer Einkaufsstraße liegen (10 Prozent)
  • Märkte (4 Prozent)

7 von 10 Konsumenten achten auf Webshop-Gütesiegel

Fast drei Viertel der ÖsterreicherInnen bewerten Webshop-Gütesiegel wie das Trustmark Austria oder Trusted Shops als sehr wichtig (33 Prozent) bzw. eher wichtig (41 Prozent). Besonders Konsumenten der Altersgruppe 60-69 Jahre legen großen Wert auf zertifizierte Online-Shops (80 Prozent).

Beliebteste Zahlungsart beim Online-Shopping ist der Kauf auf Rechnung (38 Prozent), gefolgt von Paypal (20 Prozent) und der Kreditkarte (19 Prozent).

Grafik zum ConsumerCheck; copyright: Handelsverband Österreich

© Handelsverband Österreich

Affinität zu Curated Shopping steigt

Auch der Trend zum Curated Shopping findet in Österreich große Zustimmung. Beim Curated Shopping oder betreuten Einkaufen wird Online-Shopping mit persönlicher Beratung kombiniert. Hierbei befragen Onlineshops ihre Kunden zunächst nach ihren Vorstellungen, stellen entsprechende Produkte zusammen und versenden diese im Anschluss.

„Knapp die Hälfte der heimischen Konsumenten kann sich vorstellen, vorkuratierte Produkt-Sets zu kaufen. Der Kunde kann die Produkte zuhause ausprobieren und schickt jene zurück, die ihm nicht zusagen. Insbesondere im Bekleidungshandel ist Curated Shopping mittlerweile weit verbreitet“, bestätigt Rainer Will.

Die Affinität zu Curated Shopping ist jedoch eine Frage des Alters: 63 Prozent der unter-29-Jährigen bzw. 54 Prozent der 30-39-Jährigen stehen dem Trend positiv gegenüber, bei der Generation Ü60 liegt die Zustimmung hingegen bei lediglich 34 Prozent.

Den Ergebnisbericht inkl. Grafiken können Sie HIER downloaden!

Quelle: Handelsverband Österreich

Tags: Einkaufsverhalten, Kundenanalyse, Kundenverhalten, stationärer Einzelhandel

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