12. August 2020 | inside stories, Retail Technology

Digitale Lösungen sorgen für besseres Kundenerlebnis und schaffen Expansionsmöglichkeiten

Der Onlinehandel wächst seit Jahren und hat gerade in Zeiten der Corona-Pandemie einen immensen Aufschwung erlebt. Für die Logistikbranche bedeutet dies: Schnelle Lieferung ist kein Luxusgut mehr, sondern eine Kundenerwartung. Wer nicht performt, verliert und das nicht nur aus Kundensicht, sondern auch gegenüber Handelsunternehmen. Auf diesen Umstand scheinen Handel und die Logistikbranche jedoch weniger gut vorbereitet zu sein, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Der Weg eines Produkts vom Lager bis zur Haustür des Kunden ist traditionell der langsamste Teil des Lieferprozesses. 6 von 10 Teilnehmern der Studie „The Last Mile Sprint: State of Mobility in Transportation and Logistics“, einer Befragung im Auftrag von SOTI unter 450 IT-Entscheidungsträgern aus der Transport- und Logistikbranche in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Schweden und Australien, stimmten daher der Aussage zu, dass die letzte Meile, der ineffizienteste Prozess der gesamten Supply Chain ist. Warum? Die eingesetzten Technologien bei Lieferungen auf dem letzten Stück bis zum Kunden seien schlichtweg veraltet, wie die Teilnehmer der Studie weiter bestätigten.

Die Kosten und die Ineffizienz der letzten Meile werden nicht zuletzt durch den anhaltenden Anstieg des E-Commerce verschärft. Unternehmen stünden daher unter einem unglaublichen Druck, Lieferwege und -prozesse zu optimieren. Dabei handele es sich um eine globale, branchenweite Herausforderung, mit der sich Unternehmen aus dem Bereich Handel sowie Transport und Logistik konfrontiert sehen.

Kundenverlust durch veraltete Technologien

Trotz einer nie gekannten Nachfrage nach Logistikdienstleistungen zeigt die Studie, dass fast die Hälfte (49 Prozent) aller Transport- und Logistikunternehmen weltweit und 44 Prozent der in Deutschland befragten Führungskräfte der Meinung sind, dass ihre Organisation veraltete Technologien im Einsatz hat. Weltweit rechnet fast ein Drittel (30 Prozent) der Führungskräfte konkret damit, aufgrund dieser Tatsache gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen zu geraten.

Study_The Last Mile Sprint: State of Mobility in Transportation and Logistics_SOTI

© SOTI

Innovation: Potenziale werden nicht genutzt

Die mangelnde Digitalisierung der Prozesse beeinträchtige auch die Expansionsfähigkeit von Unternehmen und mache es schwer, auf die Herausforderung der gegenwärtigen Entwicklung durch die Corona-Pandemie zu reagieren. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der weltweit und 32 Prozent der deutschen befragten Unternehmen, die mit veralteten Technologien arbeiten, gaben an, dass diese sie während der Pandemie daran gehindert haben, ihr Geschäft auszuweiten. Hingegen stimmten 36 Prozent weltweit und 25 Prozent in Deutschland der Aussage zu, dass ihr Unternehmen beispielsweise von einer verbesserten Echtzeit-Unterstützung für mobile Geräte in solchen Krisenzeiten profitieren würde.

Logistikbranche muss Digitalisierung vorantreiben

Optimal strukturierte Prozesse spielen nicht nur eine entscheidende Rolle für die gesamte Supply Chain und somit auch für das Fulfillment – das entscheidende Bindeglied, um von einer erfolgreichen Lieferung sprechen zu können. Durch die Einführung digitaler Strategien gewinnen Handelsunternehmen, Logistik- und KEP-Dienstleister beispielsweise einen Einblick in kritische Aspekte ihrer Lieferkette und sind dadurch in der Lage, Entscheidungen in Echtzeit zu treffen und agil zu reagieren. Die Einführung oder der Ausbau einer solchen Strategie hat oberste Priorität, um das eigene Unternehmen voranzubringen.

Ful. Fill. Ment – Neuer Teilbereich zur EuroCIS 2021

Vor diesem Hintergrund ist es ein logischer Schritt, dass die EuroCIS als führende Technologieplattform für den Handel das Thema Fulfillment/Logistik in ihr Angebotsspektrum einschließt. Denn durch die Umsetzung einer guten Digital-Strategie sind betreffende Unternehmen und Partner nicht nur in der Lage, ein besseres Kundenerlebnis zu bieten, sondern sie erhöhen auch die eigene Geschwindigkeit, minimieren ihre Kosten und optimieren die Kommunikationen aller Akteure, die am Logistikprozess beteiligt sind. Das Ergebnis: Für die Kunden wird die Lieferung noch transparenter und das eigene Unternehmen hebt sich von der Konkurrenz ab.

Elke Moebius, Global Head of Retail / Retail Technologies bei der Messe Düsseldorf bestätigt: “Dass optimal strukturierte Fulfillment-Prozesse im E-Commerce eine herausragende Rolle spielen, steht außer Frage. E-Commerce- und Connected Retail-Lösungen sind schon seit langem integraler Bestandteil der EuroCIS und das sehr vielfältig auf Ausstellerseite als auch thematisch im Programm auf den Stages. Der Onlinehandel ist aber nur dann erfolgreich, wenn das Einkaufserlebnis rundum vernetzt ist und das nahtlose Zusammenspiel von allen Kanälen sichergestellt ist. Das beinhaltet logischerweise auch die logistischen Prozesse, denn gerade die letzte Meile entscheidet häufig darüber, ob ein Händler einen Kunden für sich gewinnen kann.”

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