Alnatura übernimmt Verantwortung für die Lieferkette
4. März 2021 | News, Retail Technology, What´s new in Retail

Als eines der ersten Unternehmen ist Alnatura nach dem neuen We-Care-Standard für soziale und ökologische Gerechtigkeit entlang der Lieferkette zertifiziert. 

We Care bestätigt Unternehmen der Lebensmittelbranche, dass sie vom Anbau in den Ursprungsländern bis zum fertigen Produkt ganzheitlich nachhaltig handeln und so Verantwortung für Menschen und Umwelt übernehmen. Durch die Verknüpfung sozialer und ökologischer Kriterien entlang der Lieferkette prüft We Care umfassender als andere  Managementsystem-Standards im Bereich der Nachhaltigkeit.

Am 17.2.2021 wurde We Care vom FiBL Deutschland e. V. (Forschungsinstitut für Biologischen Landbau), dem unabhängigen Träger des Standards, erstmals vorgestellt. Alnatura und die Pure Taste Group mit der Marke Lebensbaum haben die Pilotzertifizierung im „Höheren Level“ bestanden.

Manon Haccius, Projektleiterin We-Care-Zertifizierung bei Alnatura, unterstreicht die Bedeutung von We Care: „We Care als neues Nachhaltigkeitssiegel bestätigt jetzt auch aus externer und unabhängiger Sicht, dass Alnatura sich zu seiner Verantwortung entlang der Lieferkette bekennt und für soziale und ökologische Gerechtigkeit einsteht.“

Eine der Grundlagen für die We-Care-Zertifizierung von Alnatura ist die bereits seit 2014 geltende Alnatura Policy Sozialstandards. Diese definiert Vorgaben an Herstellerpartner, die Rohwaren für Alnatura Produkte in sogenannten „Risikoländern“ einkaufen und verarbeiten. (Als Risikoländer werden Länder mit schwierigen politischen, rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen bezeichnet). Alnatura duldet entsprechend dieser Policy für keines seiner Produkte Diskriminierung, unfaire Bezahlung oder prekäre Arbeitsbedingungen. Hier setzt We Care an, geht jedoch durch die externe fachliche Überprüfung noch einen Schritt weiter.

Der We-Care-Standard

We Care-Logo; copyright: We-Care

©We-Care

We Care liegt das Prinzip der Fairness gegenüber Menschen und Umwelt zugrunde. Dieses spiegelt sich in vier zentralen Handlungsfeldern, mit denen der Standard die nachhaltige Arbeitsweise eines Unternehmens prüft: Lieferketten­management, Unterneh­mens­führung, Umweltmanagement und Mitarbeiterverantwortung. Diese Handlungsfelder sind wiederum in insgesamt 164 Prüfungskriterien gegliedert. Für den eigenen Standort muss das Unternehmen zum Beispiel belegen, wie es Energie verantwortlich und sparsam einsetzt, die Reduzierung der Treibhausgasemissionen oder Bezahlung seiner Mitarbeitenden mindestens nach Tarif- bzw. Mindestlohn sicherstellt. Im Bereich der Lieferkette muss sich ein Unternehmen Regeln für sein Handeln setzen, zum Beispiel durch das Ergreifen von Sofortmaßnahmen, wenn in der Lieferkette Sozial-, Umwelt- oder auch Tierwohlstandards verletzt werden. Das Unternehmen muss nachweisen, dass es mit seinen Lieferanten langfristig und partnerschaftlich zusammenarbeitet.

Eine Schlüsselrolle kommt dem Einkauf zu. Dieser achtet unter anderem darauf, dass auskömmliche Preise für Rohwaren und Produkte gezahlt werden. Die Lieferanten ihrerseits müssen sich nachweislich We-Care-konform verhalten, um mit We-Care-zertifizierten Unternehmen zusammenarbeiten zu können. Für das We-Care-Siegel müssen Unternehmen belegen, dass sie ihre Partner zu Verhaltensweisen verpflichtet haben, die mit anerkannten Sozialstandards – wie den Kernarbeitsnormen der ILO – konform sind, dass sie überprüfen, ob ihre Partner tatsächlich so handeln und wie sie im Falle einer Nichteinhaltung reagieren bzw. sanktionieren. Für die Zertifizierung von Alnatura sahen die Prüferinnen und Prüfer aufgrund der verankerten und umgesetzten Alnatura Policy Sozialstandards und vielfältigen Aktivitäten im Sinne der Nachhaltigkeit lediglich punktuellen Verbesserungsbedarf.

Quelle: Alnatura

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