Wie Brands auf TikTok im Social Commerce durchstarten
28. März 2022 | News, Retail Marketing, Retail News

TikTok zählt mit über 1 Milliarde aktiver Nutzer zu den weltweit am schnellsten wachsenden Social-Media-Plattformen

Umso erstaunlicher, dass sich immer noch viele Brands und Händler in Deutschland scheuen, einen eigenen TikTok-Account zu starten. Zumal eine Studie von Bazaarvoice der App ein sagenhaftes Wachstumspotenzial im Social Commerce attestiert: innerhalb eines Jahres wuchsen die Shopping-Aktivitäten auf TikTok um 553 Prozent. Auf der Plattform entstehen Trends und wer nicht mit dabei ist, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Fabian Eckerl, Head of Sales Central Europe von Bazaarvoice, gibt fünf Tipps für einen erfolgreichen Start bei TikTok.

1. Marken haben ihren Platz auf TikTok

Wer meint, bei TikTok ginge es ausschließlich um lustige Videos und Memes, täuscht sich. TikTok hat in einer Studie gemeinsam mit Nielsen herausgefunden, dass 60 Prozent der User außerhalb der USA auf TikTok Brands folgen. Einer der Gründe: 68 Prozent der TikTok-Nutzer finden die Werbeinhalte auf der Plattform außergewöhnlich. TikTok-Werbung wird demnach als eigenes Format verstanden, das sich deutlich vom Werbe-Content auf anderen Plattformen abhebt. Für Marken bedeutet das: Auf TikTok können aufgeschlossene Brand von Advocates der neuen und vor allem jüngeren Generation gefunden werden.

2. Finden Sie Ihre Brand Voice

Das besondere an TikTok ist sein einzigartiger Content. Marken und Händler müssen darauf eingehen und speziellen Content produzieren. Formate von anderen sozialen Plattformen wie Instagram funktionieren auf TikTok nur begrenzt. Wichtig sind authentische Inhalte und ein mutiger, kreativer Auftritt. Natürlich haben Marken mit einer jüngeren Zielgruppe auf TikTok einen gewissen Vorteil. Das Wichtigste ist jedoch, sich treu zu bleiben und gemäß dem eigenen Markenimage zu kommunizieren. Louis Vuitton beispielsweise punktet bei Usern mit ästhetischen Videos und Blicken hinter die Kulissen, während H&M auf Spaß-Content und Tipps für seine Käufergruppe setzt.

3. Nutzen Sie die Shopping Tools von TikTok

Seit September 2021 gibt es mit „TikTok Shopping“ eine ganze Reihe sehr hilfreicher E-Commerce-Tools. Die Angebote helfen dabei, den Usern das bestmögliche Kauferlebnis zu bieten. Die „TikTok Seller App“ bündelt als Full-Service-Plattform alle Schritte des Online-Shoppings, aber auch andere Systeme wie Shopify können synchronisiert werden. Menschen gehen auf TikTok, um neue Inhalte zu entdecken, ähnlich wie bei einer Shopping-Tour. Brands wiederum sollten diese Neugierde der TikTok-Community nutzen, um ihre Produkte vorzustellen. Besonders nützlich sind dafür Produktverlinkungen und das Liveshopping Feature.

4. Richtig auf TikTok werben

TikTok bietet laut dem 2021 Media Reaction Report von Kantar die unterhaltsamsten Werbeclips. Der Report kürte TikTok auch zum weltweiten Spitzenreiter in Sachen Ad Equity, User stehen den Ads auf TikTok also am positivsten gegenüber. Die Plattform bietet eine Reihe an Formaten: Top View Ads, die direkt nach dem Öffnen der App ausgespielt werden, und In-Feed-Ads, die entweder frei gestaltet werden können oder als Dynamic Showcase Ads auf Templates basieren. Aber auch neben Clips gibt es spannende Branding-Möglichkeiten wie Branded Hashtags oder Branded Effects, die User bei der eigenen Content-Erstellung nutzen können.

5. Nutzen Sie die Kraft der Community für User-Generated Content

Virale Videos sind von unschätzbarem Wert für Brands. Der Hashtag #TikTokMadeMeBuyIt hat über 5 Milliarden Views. Und während virale Hits natürlich nicht geplant werden können, gibt es einige Konzepte, die dabei helfen können. Das können Gewinnspiele oder Challenges sein, die über einen Hashtag promotet werden. Oder die Zusammenarbeit mit Influencern, die gerade bei TikTok auch mit weniger Followern gute Ergebnisse erzielen. Videos von TikTok können auch in klassischen Formaten auf der eigenen Website oder in Newslettern eingebunden werden.

Quelle: Bazaarvoice

Tags: Content-Marketing, Digitales Marketing, E-Commerce, Online-Marketing, Social Media, Werbung
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