Neue Studie von Paysafe: Inflation bewirkt verändertes Bezahlverhalten bei Verbrauchern
11. August 2022 | News, Retail Technology, ReTell, Shopping Today

Eine internationale Studie von Paysafe zeigt, dass sich Konsumenten eine bessere Ausgabenkontrolle wünschen. Alternative Bezahlmöglichkeiten bieten Lösungen.

Ein Drittel der Verbraucher in Deutschland hat aufgrund der hohen Inflation seine Zahlungsgewohnheiten bei Onlinebestellungen geändert. Das ergab die Studie „Lost in Transaction“ von Paysafe (NYSE: PSFE), einer führenden spezialisierten Zahlungsplattform, in Zusammenarbeit mit Sapio Research. 30 Prozent der befragten Personen nutzen Bezahldienste, die ihnen ein Tracking der Ausgaben und damit eine verstärkte Kontrolle über diese ermöglicht. In der Studie wurden 11.000 Verbraucher in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Italien, Bulgarien, den USA, Kanada, Peru, Chile und Brasilien zu ihrem aktuellen Einkaufs- und Bezahlverhalten befragt.

Udo Müller, CEO der eCash-Division von Paysafe, erklärt dazu: „Über die Jahre ist das Zahlungsverhalten im Internet relativ stabil geblieben. Getrieben von der starken Teuerung merken wir jedoch jetzt, wie die Menschen verstärkt Sicherheit suchen und daher ihr Zahlungsverhalten verändern: einerseits profitieren davon die ganz klassischen Formen wie Rechnungskauf, andererseits die neuen Angebote wie digitale Wallets. Hier sehen wir eine Schere aufgehen zwischen Fortschritts-Enthusiasten gegenüber anderen, die lieber einen Schritt zurück in altvertraute Optionen machen.“

Und er ergänzt: „Für uns als Zahlungsdienste-Anbieter ist es wichtig, diesem Wandel mit einem möglichst breiten Portfolio – von der Wallet bis zu eCash-Lösungen wie paysafecard, Paysafecash und viacash – zu begegnen.“

Traditionelle Zahlungswege weiter an der Spitze – eCash holt auf

Unter allen Studienteilnehmern aus Deutschland, die durch die Inflation ihr Bezahlverhalten geändert haben, nutzen 52 Prozent die EC-Karte öfter als davor. Sie ist damit bei den Verbrauchern weiterhin fest etabliert. Die Kreditkarte wird zwar von 39 Prozent häufiger genutzt, ein Drittel allerdings setzt sie aufgrund der Inflation und mangelnder Kostenkontrolle seltener ein. Mobile Wallets wie Apple Pay und Google Pay werden von 41 Prozent gemieden. eCash nutzen 31% der Studienteilnehmer hingegen häufiger als früher. Ebenfalls stärker gefragt sind die traditionelle Zahlung per Rechnung mit 42 Prozent und die Direktüberweisung mit 38 Prozent.
Aufklärungsbedarf bei alternativen Zahlungsmöglichkeiten

Bei alternativen, fortschrittlichen Bezahlmethoden hakt es oft noch an einem grundlegenden Verständnis, wie sie genau funktionieren. 24 Prozent geben zum Beispiel an, dass sie nicht genug über eCash Bescheid wissen. 12 Prozent würden es in den nächsten zwei Jahren einsetzen, wenn sie mit dieser Bezahlmöglichkeit vertrauter wären. Ebenfalls 24 Prozent würden bei einer größeren Verbreitung von der Bezahlmöglichkeit Gebrauch machen. Ähnlich sieht es bei Checkout free Apps wie Uber aus. Hier mangelt es 33 Prozent der Studienteilnehmer an Informationen zu dem Bezahlservice, 17 Prozent sehen die geringe Verbreitung als Hemmnis. 10 Prozent würden bei stärkerer Vertrautheit innerhalb der kommenden zwei Jahre auf sie zurückgreifen. Kryptowährungen bleiben beim Bezahlen weiter ein Nischenthema. Mit 48 Prozent möchte knapp die Hälfte von ihnen gar nicht Gebrauch machen und 27 Prozent fehlt das Wissen über diese Zahlungsform. Nur 4 Prozent geben an, sie aktuell zu nutzen.

Digitalisierungsschub durch Corona – Bargeld trotzdem weiter relevant

Im Bezahlbereich ist die pandemiebedingte Digitalisierung weiter spürbar. 31 Prozent geben an, das Bezahlverhalten nachhaltig verändert zu haben. 39 Prozent von ihnen bevorzugen seitdem grundsätzlich kontaktlose Bezahlmöglichkeiten und Mobile Wallets (wie zum Beispiel Apple Pay und Google Pay). Einen Rückgang der Barzahlungen seit Ausbruch von Covid-19 gibt es bei 49 Prozent zu verzeichnen. Bemerkenswert: Trotz der Reduzierung der Barzahlungen im Alltag ist die Relevanz von Bargeld weiterhin hoch: 66 Prozent sehen Bargeld als die vertrauenswürdigste Zahlungsform an und 74 Prozent würden sich ernsthaft sorgen, wenn Scheine und Münzen nicht mehr als Zahlungsmittel zur Verfügung stünden. Auch die Relevanz von Bargeld für Online-Bestellungen wird gesehen. 41 Prozent würden online lieber in bar bezahlen, wenn es einfach umzusetzen wäre, weitere 37 Prozent würden bei entsprechend einfacher Umsetzung dann sogar öfter online kaufen.

Mehr Infos zu dem Thema und die ganze Studie können hier heruntergeladen werden.

Quelle: Paysafe

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