Digitalisierung stärkt Handel und Gastgewerbe   
27. Januar 2021 | News, Retail Technology, What´s new in Retail

Handel, Gastronomie und Hotellerie können schon durch kleine Digitalisierungsmaßnahmen ihre Widerstandsfähigkeit in Krisen erhöhen. Welche Chancen die Digitalisierung für die Branchen bereithält, zeigt das Themenheft von Mittelstand-Digital.  

Kontaktloses Bezahlen, automatisierte Bestellungen und elektronische Warenwirtschaftssysteme – viele kleine und mittlere Unternehmen in Handel und Gastgewerbe sparen durch digitale Hilfsmittel bereits Ressourcen. Doch wie könnte die nächste Stufe dieses Digitalisierungsprozesses aussehen? Das aktuelle Themenheft von Mittelstand-Digital zeigt anhand unterschiedlicher Praxisbeispiele, welche weiteren Entwicklungspotenziale der Einsatz von digitalen Lösungen bereithält.

So lässt sich durch digitale Managementsysteme zum Beispiel die Transparenz von Geschäftsprozessen steigern. Und Social Media ermöglicht es vielen Unternehmen, die Kundenbindung zu stärken und höhere Umsätze zu erzielen – und somit Nähe trotz aktueller Kontaktbeschränkungen zu schaffen.

Grafik zu Zahlen und Fakten in der Digitalisierung; copyright: Mittelstand-Digital

©Mittelstand-Digital

Digitale Zukunftskonzepte als Ausweg aus der Krise

„Durch die Krise haben viele Mittelständler erkannt, dass schon kleine Digitalisierungsmaßnahmen helfen können, das eigene Geschäftsmodell so aufzustellen, dass flexibler auf äußere Einflüsse reagiert werden kann. Gleichzeitig wächst aber auch das Verständnis für Digitalisierung als Grundvoraussetzung für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der kleinen und mittleren Unternehmen“, sagt Martin Lundborg, Leiter der Begleitforschung von Mittelstand-Digital.

Vielfältige Potenziale der Digitalisierung nutzen

Wie die Digitalisierung in der Praxis aussehen könnte, zeigt das Themenheft „Gastgewerbe und Handel“ anhand von bereits realisierten Lösungen. Dazu gehört beispielsweise der humanoide Serviceroboter Charly, der in einer Apotheke Beratungsgespräche mit Kunden führt. Über ein Service-Cockpit können Mitarbeitende der Apotheke Charly ihr eigenes Wissen übermitteln und den Roboter trainieren. In Zukunft soll die Steuerung durch die Mitarbeiter auch von Zuhause aus möglich sein,  während der Roboter im Laden steht.

Martin Lundborg ist überzeugt: „Von Online-Tischreservierungen über den Einsatz von Servicerobotern bis hin zu Schokolade aus dem 3D-Drucker – das Digitalisierungspotenzial ist vielfältig und für jedes Restaurant, Geschäft oder Hotel ist eine passende Lösung dabei. Oft genügen schon kleine Schritte, um einen signifikanten Unterschied zu erzielen.“
Dafür lohnt sich auch der Blick auf die Best Practices anderer Branchen: So werden etwa in der Fertigungsindustrie oft schon alle Produktionsschritte digital erfasst und miteinander vernetzt. Ein Modell, das auch in der Gastronomie zu Effizienzsteigerungen führen kann. Durch Vernetzung bisher isolierter Systeme wie z.B. der Warenwirtschaft oder Personalplanung lassen sich auf Basis der Daten Erkenntnisse gewinnen und eine Vielzahl von Prozessen optimieren.

Dass es bei der Digitalisierung nicht immer um große Investitionen gehen muss, belegt auch ein Blick in die Statistik: Bei der Auswahl eines Restaurants lesen 48 Prozent der Gäste im Vorfeld im Internet die Bewertungen anderer Gäste, 72 Prozent möchten vor dem Besuch online einen Blick in die Speisekarte werfen können. Diese Informationen fallen auch bei Online-Essensbestellungen stark ins Gewicht. Bereits kleine Digitalisierungsschritte reichen somit oft schon aus, um über die Hälfte der Besucher zufriedener zu machen, bevor diese ein Restaurant überhaupt betreten.

Quelle: Mittelstand-Digital 

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